Worte und Handeln müssen zusammenpassen. Glaubwürdigkeit ist nicht verhandelbar.
Viele haben mich gefragt, warum ich mich erst jetzt dazu äußere.
Meine Antwort: Weil meine Haltung von Anfang an klar war. Mit Bekanntwerden der Umstände stand für mich fest, dass Jens Spahn die politische Konsequenz ziehen und sein Amt niederlegen muss.
Für mich ist das keine Frage der Parteizugehörigkeit, sondern eine Frage der Haltung. Wer politische Orientierung geben und bei ethisch sensiblen Themen klare Maßstäbevertreten will, muss sich auch am eigenen Handeln messen lassen. Glaubwürdigkeitentsteht dort, wo Worte und Taten übereinstimmen.
Politische Verantwortung endet nicht an der Grenze des Privaten, wenn das private Handeln die öffentliche Glaubwürdigkeit berührt. DasVertrauen der Bürgerinnen und Bürger lebtdavon, dass Haltung und Handeln zusammenpassen. Genau dieses Vertrauen ist die Grundlage politischer Verantwortung.
Ich äußere mich heute auch deshalb, weil mit Thorsten Frei ein Politiker Verantwortung übernimmt, den ich seit vielen Jahren als fleißig, fachlich versiert und verbindlich erlebe. Er kann Brücken bauen, unterschiedliche Positionen zusammenführen und Entscheidungen mit Augenmaß treffen – Eigenschaften, die unser Land gerade jetzt braucht.
Deshalb richte ich den Blick nach vorn. Haltung zeigt sich nicht in großen Worten, sondern darin, ob man bereit ist, die gleichen Maßstäbe an sich selbst anzulegen wie an andere.
