Besuch bei BASTA in Stadthagen
Besuch bei BASTA in Stadthagen
Ich traf mich zum Gespräch mit den Mitarbeiterinnen von BASTA – dem Mädchen – und Frauenberatungszentrum.
Die Zahlen der Beratungsgespräche steigen – auch hier in unserem schönen Schaumburg. Umso wichtiger ist es, immer wieder deutlich zu machen, welche unverzichtbare Arbeit hier geleistet wird.
Diese Arbeit darf keine „Modellphase“ auf Dauer bleiben. Nach Jahrzehnten engagierter und verlässlicher Arbeit braucht es endlich eine verstetigte Förderung und eine sinnvollere Verteilung der Gelder. Einsparungen an anderer Stelle müssen genutzt werden, um wichtige Projekte wie BASTA dauerhaft zu unterstützen.
Mit dem Gewalthilfegesetz wurde ein wichtiger Schritt erreicht. Jetzt braucht es auch eine starke Umsetzung vor Ort und echte Unterstützung für langjährige Träger wie BASTA.
Besonders erschütternd: Die Beratungen dauern immer länger, weil die Fälle komplexer werden. Das Bild, das sich dort zeigt, ist schockierend. Auf die Frage „Was hast du schon erlebt?“ folgen heute oft viele verschiedene Formen von Gewalt gleichzeitig: Cybermobbing, DickPics, Hate Speech und vieles mehr.
Gewalt kennt keine sozialen oder altersbedingten Grenzen. Sie ist überall. Und die Komplexität von Gewalt ist den meisten Menschen gar nicht bewusst. Auffällig ist auch, dass BASTA seit Jahren immer wieder mit denselben Themen, Fragen und Herausforderungen kämpft.
Von außen sieht man oft gar nicht, was hier jeden Tag geleistet wird. Deshalb: Einfach mal vorbeikommen, zuhören, hinschauen – und gern auch mit Betroffenen sprechen. Die Geschichten und Odysseen vieler Frauen machen deutlich, warum diese Arbeit so dringend gebraucht wird.
Vielen Dank für den offenen Austausch!

