Der 14.05.2026 war für mich kein klassischer Feier- oder „F(r)eiertag“.

17. Mai 2026

Der 14.05.2026 war für mich kein klassischer Feier- oder „F(r)eiertag“.

Während viele unterwegs waren, um Christi Himmelfahrt mit Freunden, Musik und Alkohol zu feiern, durfte ich die Polizei begleiten und einen Blick hinter die Kulissen eines Einsatzes an so einem besonderen Tag werfen.

Unser Weg führte nach Bad Hiddenserborn – einer der Orte, an denen sich an „Vatertag“ jedes Jahr Menschen aller Altersgruppen treffen. Schon früh war spürbar, dass dieser Tag für viele einfach dazugehört: Bollerwagen, Musik, ausgelassene Stimmung, Gruppen von Freunden, Familien und Feiernde überall.

Das Wetter meinte es allerdings nicht gut mit uns. Regen, nasse Wege und Gummistiefel gehörten heute definitiv dazu. Anfangs machten sich wegen des starken Regens nur etwa 300 bis 400 Feiernde auf den Weg. Doch im Laufe des Nachmittags trotzten schließlich mehr als 1.000 Menschen dem Wetter und hielten an dieser Tradition fest.

Nicht nur die Polizei war heute im Einsatz – auch mein DRK war vor Ort und hat neben der medizinischen Erstversorgung erneut die Verpflegung der Einsatzkräfte bravourös gemeistert. Entlang des Mittellandkanals wurde immer wieder die Lage eingeschätzt, beobachtet und abgestimmt.

Doch während viele feiern, beginnt für andere die Arbeit erst richtig.

Die Polizei ist an solchen Tagen permanent im Einsatz: präsent sein, Situationen einschätzen, Streit schlichten, helfen, eingreifen, wenn Grenzen überschritten werden – und gleichzeitig dafür sorgen, dass möglichst alle sicher nach Hause kommen.

Was von außen oft selbstverständlich wirkt, bedeutet in Wirklichkeit enorme Konzentration, Geduld und Professionalität. Zwischen guter Stimmung, Alkohol, Emotionen und manchmal auch Provokationen den Überblick zu behalten, ist alles andere als einfach.

Respekt an alle Einsatzkräfte, die heute unterwegs waren und dafür sorgen, dass Feiern überhaupt möglich bleibt. Während viele frei haben, leisten andere ihren Dienst – oft stundenlang, unter hoher Belastung und mitten im Trubel.

Ein ganz besonderer Dank geht an Yves und Dirk für die tollen Einblicke, die nette Begleitung und diesen besonderen Tag.